Manchmal setzt man sich an den Schreibtisch, öffnet eine Excel-Tabelle zur Content-Planung und starrt einfach nur fassungslos auf den Bildschirm. Genau das ist mir vor ein paar Tagen passiert. Ich habe mein Blog-Backlog für die nächste Zeit strukturiert. Das ambitionierte Ziel: 104 Beiträge.
Klingt erst mal machbar, oder? Zwei Beiträge pro Woche. Aber jetzt rechnen wir das mal im Mittel auf 500 – 1.500 Wörter pro Artikel hoch. Das Ergebnis ist eine Zahl, die mir kurz den Atem rauben ließ: 50.000 – 150.000 Wörter. Jedes verdammte Jahr.
Für alle, die nicht tief im Schreibbusiness stecken: Das ist nicht einfach nur ein bisschen Text. 100.000 Wörter sind die Länge eines ausgewachsenen, dicken Agententhrillers. Während ich also am nächsten Fall für Jonas Keller feile, schreibe ich quasi nebenbei einen zweiten, unsichtbaren Roman – nur eben in wöchentlichen Häppchen auf dieser Website.
Bin ich also wahnsinnig?
Vielleicht ein kleines bisschen. Als Indie-Autor muss man vermutlich eine gesunde Dosis kreativen Wahnsinn mitbringen. Aber hinter all den Wörtern steckt natürlich ein tieferer Sinn.
Zum einen will ich genau das hier: mit euch kommunizieren. Ein Buch zu schreiben ist oft ein sehr einsamer Job. Man sitzt monatelang allein im stillen Kämmerlein, starrt die Wand an und ringt mit den Charakteren. Der Blog ist mein Fenster zur Welt, meine direkte Leitung zu euch da draußen in der Schreibwerkstatt.
Zum anderen – und da bin ich ganz ehrlich zu euch – ist ein Blog ein verdammt wichtiges Marketinginstrument. Schreiben ist für einen Indie-Autor immer auch Werbung. Jeder Text hier sorgt dafür, dass Google uns findet. Und mehr Traffic auf der Seite bedeutet eben auch: potenzielle neue Leserinnen und Leser, die die Welt von Jonas Keller für sich entdecken.
Das Hamsterrad im 40-Stunden-Takt
Ob ich diese Schlagzahl ewig durchhalte? Das wird die Zeit zeigen. Schließlich gibt es da draußen noch andere Kanäle, die bespielt werden wollen – Bookstagram und BookTok winken schon ungeduldig im Hintergrund (aber dazu erzähle ich euch in einem eigenen Beitrag mal mehr).
Und das größte Detail habe ich noch gar nicht erwähnt: Mein aktuelles Buch schreibt sich leider nicht von allein, die To-Do-Liste für das nächste Kapitel ist lang, und ganz nebenbei will auch noch ein handfester 40-Stunden-Plus-Job im echten Leben gestemmt werden. Das alles fühlt sich manchmal an wie ein Jongleur, der mit brennenden Kettensägen hantiert, während der Kaffee auf der Tastatur verdampft.
Wie ich es schaffe, trotzdem nicht durchzudrehen?
Das ist die große Frage. Wenn du wissen willst, wie das geht, dann bleib hier auf dem Blog dabei. In den nächsten Beiträgen werde ich die Karten auf den Tisch legen und meine Geheimnisse teilen.
Ein kleiner Tipp vorab: Es hat rein gar nichts mit magischer Inspiration zu tun, sondern mit strikter, fast schon militärischer Struktur. Ohne einen glasklaren Plan geht in diesem Chaos absolut gar nichts.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euch auch schon mal ein Projekt vorgenommen, das euch im Nachhinein völlig überrannt hat? Schreibt es mir in die Kommentare!
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