Das hier ist nicht mein erster digitaler Gehversuch. Wenn man sich schon ein Weilchen im Internet herumtreibt, weiß man, wie schnell sich Trends, Layouts und Designs ändern. Man jagt dem neuesten Plugin hinterher, baut blinkende Effekte ein und stellt am Ende fest: Vor lauter Tamtam sieht man den Text nicht mehr.
Als ich diesen Blog hier – mein digitales Zuhause – konzipiert habe, wollte ich etwas anderes. Diese Website soll meine digitale Visitenkarte sein. Ein Ort, an dem ich meine „Jonas Keller“-Romane präsentiere, mich als Autor vorstelle und Self-Publishern mit Schreibtipps unter die Arme greife. Aber vor allem soll sich dieser Ort themengerecht anfühlen.
Ich wollte, dass dieser Blog sich anfühlt wie ein Buch.
Das Cover: Meine Startseite
Ein Buch beginnt immer mit dem Cover. Es muss das Auge einfangen, neugierig machen und einen ersten Vorgeschmack darauf geben, welche Welt sich hinter dem Einband verbirgt. Genau das ist meine Startseite. Sie ist grafisch ansprechend, arbeitet mit Bildern und ist – ich gebe es zu – auch technisch ein wenig verspielt. Sie soll Euch willkommen heißen, Euch einnehmen und Euch zeigen: Hier seid Ihr richtig, wenn Ihr packende Geschichten sucht. Neben den unverzichtbaren rechtlichen Aspekten wie dem Impressum findet Ihr dort den Einstieg zu Leseproben und meinen Veröffentlichungen. Es ist der große, bunte Vorhang, der sich öffnet.
Die Kapitel: Schlichtheit und das Handwerk der Typografie
Doch wenn man ein Buch aufschlägt, ändert sich die Kulisse. Die bunten Bilder weichen dem Wesentlichen: den Worten.
Deshalb sind meine Blogbeiträge – die eigentlichen Kapitel dieser Website – ganz bewusst schlicht gehalten. Ihr werdet hier keine bunten Beitragsbilder finden, die vom Text ablenken. Höchstens mal ein Schaubild, wenn wir im Schreibprozess tiefer in eine Plot-Struktur eintauchen und eine Visualisierung das Ganze auflockert.
Stattdessen habe ich absurd viel Zeit in etwas investiert, das man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht bewusst wahrnimmt, aber umso deutlicher spürt: die Typografie.
Ich habe Schriften recherchiert, verworfen und neu ausgewählt. Ich habe unterschiedliche Größen ausprobiert, Zeichen- und Zeilenabstände auf dem Smartphone, dem Tablet und dem Desktop-Monitor visualisiert und immer wieder feinjustiert. Das Ziel? Ein absolut angenehmes, flüssiges Lesegefühl. Ohne viel Tamtam. Fast schon haptisch.
Der Fokus auf das, was zählt: Der Austausch
Am Ende des Tages schreibe ich diese Romane und diese Beiträge nicht für die Festplatte, sondern für Euch. Ein Buch funktioniert nur, wenn es gelesen wird – und ein Blog lebt von der Interaktion. Deswegen verzichte ich auf ablenkende Werbebanner und setze voll und ganz auf meinen Newsletter, um mit Euch im direkten, ehrlichen Austausch zu bleiben.
Ich hoffe, dass dieser reduzierte, fokussierte Look genau das vermittelt, was ich beim Schreiben auf der Tastatur fühle. Und wenn Ihr jetzt beim Lesen dieser Zeilen ganz tief einatmet… vielleicht habt Ihr dann ja auch diesen ganz dezenten, wunderbaren Geruch von frisch bedrucktem Papier in der Nase.
Schreibt mir mal in die Kommentare: Wie lest Ihr meine Beiträge am liebsten? Auf dem Smartphone unterwegs oder gemütlich am Desktop?
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