Was dich hier erwartet — und warum ich das nicht dem Zufall überlasse

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Es gibt Blogs, die entstehen. Einfach so. Post für Post, ohne Plan, ohne Struktur, irgendwie organisch. Ich bewundere das. Ich kann das nicht.

Ich brauche Listen. Ich brauche Meilensteine. Ich brauche das Gefühl, einen Haken setzen zu können.

Wer meinen letzten Beitrag gelesen hat, weiss: Ich denke in Zahlen. 52 Artikel-Entwürfe waren mein erster Meilenstein. Erreicht. Haken gesetzt. Weitermachen.

Aber was kommt jetzt? Und was erwartet dich hier eigentlich — als Leserin, als Leser?

Darüber möchte ich heute sprechen. Nicht kurz. Nicht oberflächlich. Sondern so, wie ich über diesen Blog nachdenke: gründlich, ehrlich, mit einem Plan im Hinterkopf — und dem Bewusstsein, dass noch lange nicht alles steht.


Die nächste Zahl: 104

52 war schön. 104 ist das Ziel.

Aktuell habe ich 52 Artikel-Entwürfe und 24 weitere Ideen auf meiner Liste. Das macht 76. Bis zur 104 fehlen mir also noch 28 Ideen — und ich bin ziemlich sicher, dass das Manuskript sie mir liefern wird. Denn je tiefer ich im Schreiben und der Revision versinke, desto mehr Themen tauchen auf, über die ich reden will.

Über Figuren, die sich verselbstständigen. Über Szenen, die ich drei Mal geschrieben und drei Mal gelöscht habe. Über die Frage, ob ein Thriller aus der Schweiz überhaupt einen Markt hat — und was es bedeutet, auf Deutsch zu schreiben, wenn der Mainstream auf Englisch denkt.

104 Entwürfe bedeuten nicht 104 fertige Beiträge. Aber sie bedeuten: Ich weiss, wohin die Reise geht. Ich weiss, dass ich nicht eines Morgens aufwache und nichts mehr zu sagen habe. Und das gibt mir Sicherheit — die Art von Sicherheit, die man braucht, wenn man ein Projekt dieser Größe über Monate, vielleicht Jahre, am Leben hält.

Manche dieser Entwürfe sind ein Titel und drei Stichworte. Manche sind fast fertige Texte, die nur noch den richtigen Moment abwarten. Manche werden es nie in die Veröffentlichung schaffen. Aber sie existieren. Sie sind Teil dieses Systems. Und Systeme geben mir Ruhe.


Zwei Versprechen — und warum sie sich nicht widersprechen

Ich möchte dir auf diesem Blog zwei Dinge bieten. Und ich glaube fest daran, dass sie sich nicht ausschliessen — sondern im besten Fall gegenseitig verstärken.

Unterhaltung

Das erste Versprechen ist Unterhaltung.

Geschichten aus dem Autorenleben. Was passiert, wenn eine Figur plötzlich Dinge tut, die du nicht geplant hast — und du ihr dabei folgst, obwohl du eigentlich weisstest, dass das die nächsten drei Kapitel über den Haufen wirft. Wie es sich anfühlt, ein Kapitel zu löschen, das dir eigentlich gut gefällt. Warum mein Browserprotokoll mich inzwischen selbst erschreckt, wenn ich mir anschaue, was ich alles recherchiert habe, um Jonas Keller glaubwürdig zu machen.

Ich möchte, dass du schmunzelst. Ich möchte, dass du dich wiedererkennst — egal ob du selbst schreibst oder nicht. Denn das Gefühl, ein Projekt zu verfolgen, das grösser ist als man selbst, ist universell. Ob das ein Roman ist, ein Startup, ein Hausbau oder ein Beruf, den man sich selbst beibringt.

Wissen

Das zweite Versprechen ist Wissen. Oder genauer gesagt: Erfahrung.

Was ich über Pacing gelernt habe, über Struktur, über das Schreiben von Thrillern — nicht aus der Theorie, sondern aus dem Tun. Was ich von Lee Child mitgenommen habe. Was von Mark Dawson. Was ich bewusst anders mache, weil ich ein anderes Buch schreibe als die beiden — und weil meine Leserschaft andere Erwartungen hat als ein anglophoner Massenmarkt.

Das ist kein akademischer Blog. Ich halte keine Vorlesungen. Aber wenn du hier regelmässig liest, wirst du nebenbei lernen, wie ein Thriller gebaut wird. Warum manche Szenen funktionieren und andere nicht. Was „Kill your darlings“ wirklich bedeutet — und warum der Satz so leicht klingt und so schwer ist.

Dieser Blog ist beides: Tagebuch und Werkzeugkasten. Manchmal wirst du schmunzeln. Manchmal wirst du etwas mitnehmen. Manchmal beides. Das ist kein Zufall — das ist Absicht.


Der Newsletter — und warum er mir besonders am Herzen liegt

Es gibt einen Meilenstein auf meiner Liste, der sich anders anfühlt als die anderen.

Der Newsletter.

Nicht weil er technisch besonders komplex ist. Nicht weil er der wichtigste Kanal wäre. Sondern weil er das Direkteste ist, was ich dir anbieten kann. Keine Algorithmen dazwischen. Keine Plattform, die entscheidet, ob du meinen Beitrag heute siehst oder nicht. Nur ein Text, der direkt in dein Postfach landet — alle zwei bis vier Wochen, automatisch, exklusiv.

Ich arbeite gerade daran, 24 Ideen für Inhalte zu entwickeln, die ich nur mit Abonnentinnen und Abonnenten teile. Und ich möchte, dass es sich lohnt. Nicht ein bisschen. Wirklich lohnt.

Was dich dort erwartet? Ich will noch nicht alles verraten — das würde den Reiz nehmen. Aber lass mich ein paar Fenster öffnen:

Kurzgeschichten mit Jonas Keller. Szenen, die nie ins Buch kommen, aber trotzdem Teil seiner Welt sind. Momente, die beim Schreiben entstanden sind und dann keinen Platz gefunden haben. Charakterskizzen. Begegnungen. Dinge, die Jonas erlebt, bevor oder nachdem die Handlung des Romans beginnt. Für alle, die mehr von ihm wollen, als ein Buch bieten kann.

Behind-the-Scenes aus dem Schreibprozess. Ehrlicher und ungefilterter als hier auf dem Blog. Was ich wirklich denke, wenn eine Szene nicht funktioniert. Welche Entscheidungen mich nachts wachalten. Wie es sich anfühlt, ein Projekt voranzutreiben, das noch niemand gelesen hat — und ob man das überhaupt von sich behaupten kann, wenn man mit einer KI arbeitet.

Beiwerk zur Welt rund um Jonas. Orte, die im Roman nur kurz auftauchen, aber eine Geschichte verdienen. Figuren, die in einer Szene stehen und dann verschwinden — aber von denen ich weiss, wer sie sind. Hintergründe zu Mailand, zur Schweiz, zu den Strukturen, in denen Jonas sich bewegt. Die Art von Material, die ein Buch nicht tragen kann, aber die eine Welt vollständig macht.

Für alle, die nicht nur das fertige Buch lesen wollen — sondern dabei sein möchten, während es entsteht. Und für alle, die auf Band 2 warten: Ihr sollt nicht mit leeren Händen warten.

Das Plugin ist noch nicht gewählt. Das Design noch nicht final. Auch das sind Meilensteine auf meiner Liste — und ich mag Meilensteine, weil man sie abhaken kann. Einer nach dem anderen.


Was sonst noch kommt — und was noch offen ist

Ehrlichkeit gehört zu diesem Blog wie das Schreiben selbst. Deshalb sage ich dir auch, was noch nicht steht.

Das Design dieses Blogs ist noch nicht final. Ich habe Vorstellungen. Ich habe Ideen. Aber ich möchte es richtig machen — und „richtig“ braucht manchmal etwas länger als „schnell“. Wer mich kennt, weiss: Ich arbeite lieber gründlich als hastig.

Ich habe mich bei Blog-Verzeichnissen angemeldet. Die Freischaltung steht noch aus. Auch das: ein Haken, der noch kommt. Ich warte.

Die Reihenfolge der kommenden Beiträge steht noch nicht fest. Ich habe fertige Texte, die darauf warten, veröffentlicht zu werden — aber in welcher Abfolge, das entscheide ich noch. Weil Reihenfolge Bedeutung schafft. Weil der zweite Beitrag einer Serie etwas anderes bewirkt als der fünfte. Weil ich nicht einfach poste — ich kuratiere.

Und das alles ist ein weiterer Meilenstein. Einer, den ich setzen werde. Mit Haken.


Baustelle mit Absicht

Dieser Blog ist kein fertiges Produkt. Er ist ein Bauprojekt — und du schaust zu, während ich baue.

Manche Wände stehen schon. Manche Räume existieren nur als Skizze. Das Fundament ist gelegt, die Richtung ist klar — aber fertig ist er nicht. Und das ist keine Entschuldigung. Das ist der Punkt.

Denn genau das unterscheidet einen Autorenblog von einem Hochglanz-Magazin: Du siehst den Prozess. Du siehst die Entscheidungen. Du siehst, wie aus Ideen Strukturen werden, wie aus Strukturen Texte werden und wie aus Texten — irgendwann — ein Buch wird.

Das ist das Versprechen dieses Blogs. Nicht Perfektion. Sondern Echtheit.


Und dann: Pause.

Dieser Beitrag markiert das Ende meines aktuellen Blogging-Blocks.

Ich arbeite in Blöcken — fokussiert, strukturiert, mit klaren Anfängen und klaren Enden. Die IT-Welt würde das Sprints nennen. Dazu wird es bald einen eigenen Beitrag geben. Der ist übrigens schon fertig. Wann er erscheint — das entscheide ich noch. Auch die Reihenfolge ist ein Meilenstein.

Jetzt kommt eine Woche Pause. Dann zurück ans Manuskript. Jonas wartet.

Bis bald.

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